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| Gefährlicher Einsatz bei Suizid |
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| Geschrieben von: Marko Kabitzsch |
| Dienstag, den 12. Juli 2011 um 12:13 Uhr |
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In diversen Informationsschreiben u.a. der Feuerwehr Garching wurde kürzlich auf einen besonderen Einsatz hingewiesen, bei welchem eine erheblichen Lebensgefährdung der Einsatzkräfte nur durch eine vorherige Information eines Zuizidenten vermieden wurde. Auf die entsprechend möglichen Gefahren für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sowie die erforderlichen Schutzmaßnahmen bei unklaren Einsatzsituationen soll hier deshalb hingewiesen werden.
In einem Wohnhaus in Münster kam es am 19.05.2011 zu einem Suizid, bei dem die eingesetzten Polizei- und Feuerwehrkräfte nur durch eine zuvor schriftlich verfasste Warnung des Suizidenten nicht selbst geschädigt wurden.
Ein 23 Jahre alter Mann begab sich in das Badezimmer, verklebte die Tür von innen mit Klebeband, schloss die Fenster und entzündete einen handelsüblichen Grill mit Holzkohle, Die langsam vor sich hin glimmende Holzkohle erzeugte ohne Entwicklung von Qualm das hochgiftige Kohlenmonoxid im Raum, so dass der Suizident sehr sanft aber auch schnell verstarb. Vor dem Badezimmer hinterließ er zuvor eine schriftliche Warnung, die auf die tödliche Gaskonzentration im Bad hinwies. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte konnte weder Qualm-Brand oder Gasgeruch festgestellt werden. Ohne die schriftliche Vorwarnung hätten die Polizeikräfte vermutlich das Bad betreten. Zu diesem Zeitpunkt herrschte im Bad eine geruchlose Kohlenmonoxidkonzentration von 43%.
Nach Angaben der Feuerwehr und der eingesetzten l\lotärztin hätten 2 – 3 Atemzüge bereits tödlich sein können. Nach Öffnen der Tür mit entsprechenden Schutzanzügen verteilte sich das Gas im gesamten Haus, so dass auch in angrenzenden Räumen immer noch eine gefährliche Konzentration von 20% messbar war. Kohlenmonoxid ist farblos, geruchlos und geschmacklos (keine Warnwirkung). Dabei ist zu beachten, dass Holzkohle über mehrere Stunden qualmfrei abbrennt und so hohe Konzentrationen an Kohlenmonoxid vorhält. Schon bei einer Konzentration von 2 - 5 % treten ernsthafte körperliche Ausfallerscheinungen auf. Die hier beschriebene Suizidmethode ist in asiatischen Ländern sehr verbreitet und findet in jüngster Zelt in hiesigen Internetforen immer mehr Beachtung. Um ein entsprechend sensibles Vorgehen wird im eigenen Interesse aller Kollegen eindringend gebeten.
Quelle: Feuerwehr Garching, Thomas Schmidt – stellv. Leiter der Feuerwehr
Bei unklaren Einsatzsituationen empfielt sich daher stets die Verwendung umluftunabhängigen Atemschutzes. |






