Besucher derzeit

Wir haben 4 Gäste und 1 Benutzer online
  • Ecke

LogIn (intern)

Startseite Historie
Historie Drucken E-Mail
Geschrieben von: Marko Kabitzsch   
Dienstag, den 03. November 2009 um 16:46 Uhr

Hohenheida, Dorfanger und Kirche
(c) notruf-feuerwehr.de

Die Freiwillige Feuerwehr Leipzig-Nordost entstand zum 01.01.2007 durch freiwilligen Zusammenschluss der Kameraden der ehemaligen Ortswehren FF Gottscheina, FF Göbschelwitz und FF Hohenheida. Historische Daten der urspünglichen 3 Ortswehren liegen nur unvollständig vor, auch sind die genauen Gründungsdaten der Wehren im Einzelnen nicht genau bekannt. Dennoch gibt es einige Eckdaten, über die wir hier berichten wollen. Aus der Chronik der Ortschaften, die in Zusammenarbeit einiger Einwohner mit dem Verein PRO Leipzig e.V. zusammengetragen worden ist, lassen sich einige interessante Daten entnehmen.

 

Ehemalige Freiwillige Feuerwehr Gottscheina

So wird in der Chronik im Ortsteil Gottscheina erstmals im Jahre 1871 ein Spritzehaus erwähnt, die Einwohnerzahl betrug damals 149 Einwohner. Weiter weiss die Chronik zu berichten, dass sich 1937/38 die Pflichtfeuerwehr in Gottscheina zur Freiwilligen Feuerwehr Gottscheina konstituiert. Jeder Grundstücksbesitzer wurde Mitglied. Der ehemalige Wehrleiter, Kamerad Siegfied Rohr weiss noch Folgendes zu berichten:

"Anfang der Zwanziger bis Anfang der Dreissiger Jahre bestand in Gottscheina eine Pflichtfeuerwehr. Erst in der Zeit von 1937 bis 1938 wurde eine Freiwillige Feuerwehr gegründet, wo fast jeder Grundstücksbesitzer Mitglied war. Die damalige Feuerwehr besaß eine sogenannte „Feuerwehrspritze“ die von Pferden gezogen wurde. An der Saugstelle, dem Dorfteich standen 4 bis 6 Kameraden, die mit der Hand pumpten, um das Wasser durch die Schläuche bis an die Brandstelle zu leiten. Diese Feuerwehrspritze stand in der Nähe des Friedhofes, in einem kleinen aus Lehm gebauten Geräteschuppen, wo sie nur knapp reinpasste. Im Jahre 1943 bis 1944 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Gottscheina ihren ersten TSA - Anhänger (Tragkraftspritzenanhänger) mit einer Motorspritze des Typs: „DKW Autounion“. Dieser wurde 1972 durch eine komplett neu bestückten TSA – Anhänger ersetzt, der uns bis heute  noch erhalten ist. 1974 wurde unter der Leitung des damaligen Wehrleiters Richard Weimann in einem leerstehenden Stallgebäude eines privaten Grundstückes ein neues Gerätehaus ausgebaut und schliesslich am 7. Oktober 1974 eingeweiht. Am Tage der Einweihung wurde der Wehr vom Wirkungsbereich Taucha ein KLF TS 8 / Typ B 1000 mit einem Schlauchwagen übergeben. Im Herbst 1998 wurde das Gerätehaus komplett saniert. Das Gerätehaus, bestehend aus einer kleinen Fahrzeuggarage und einen Schulungsraum, wurde durch die Neugründung zur Freiwilligen Feuerwehr Leipzig Nord Ost als Domizil der Alters- und Ehrenabteilung übernommen. Das KLF B 1000 ist bis heute noch in einem guten Zustand und dient als Traditionsfahrzeug."

Quelle: Siegfried Rohr

Trotz Eingemeindung Gottscheina nach Hohenheida im Jahre 1957 bleibt die Freiwillige Feuerwehr Gottscheina aber selbstständig erhalten.

Dorfkirche und Teich in Gottscheina im Winter

(c) notruf-feuerwehr.de

Im Jahre 1969 waren von 110 Einwohnern insgesamt 17 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr. 1992 wird Gottscheina gemeinsam mit Hohenheida und Göbschelwitz nach Seehausen eingemeindet, die Selbständigkeit der Freiwilligen Feuerwehr bleibt jedoch bestehen. Im Jahr 1997 wird die Gesamtgemeinde Seehausen nebst Ortsteilen zur Stadt Leipzig eingemeindet, und auch hier bleibt die Selbständigkeit erhalten. Durch freiwilligen Zusammenschluss geht die Freiwillige Feuerwehr Gottscheina ab 01.01.2007 in der Freiwilligen Feuerwehr Leipzig-Nordost auf.

Quelle: Pro Leipzig e.V 

Hier ein Foto um 1956 mit den Namen der abgebildeten Kameraden:

FF Gottscheina, ca. um 1956

v.l.n.r.:
Glaetzer Gottfried, Rohr Siegfried, Beyer Gerhard, Gissauer Rudi, Tonn Werner, Weimann Richard

Ehemalige Freiwillige Feuerwehr Göbschelwitz

Erstmalige Erwähnung der Feuerwehr in der Chronik erfolgte im Jahre 1857, in welchem die Gemeinde eine Rittergutspritze erhielt und somit der Grundstein für die Bildung der Freiwilligen Feuerwehr Göbschelwitz gelegt wurde. 1940 besteht zwar eine Feuerwehr, allerdings wird die Gemeinde verpflichtet, eine Pflichtfeuerwehr zu bilden.
.

Kirche Göbschelwitz

(c) notruf-feuerwehr.de

Dieser sollen 27 Mann angehören, aller 14 Tage sollen Übungen abgehalten werden. Im Jahr 1941 wird aus der Pflichtfeuerwehr wieder eine Freiwillige Feuerwehr. 1992 wird Göbschelwitz gemeinsam mit Hohenheida und Gottscheina nach Seehausen eingemeindet, die Selbständigkeit der Freiwilligen Feuerwehr bleibt jedoch auch hier bestehen. Im Jahr 1997 wird die Gesamtgemeinde Seehausen nebst Ortsteilen zur Stadt Leipzig eingemeindet, und auch hier bleibt die Selbständigkeit erhalten. Durch freiwilligen Zusammenschluss geht die Freiwillige Feuerwehr Göbschelwitz ab 01.01.2007 in der Freiwilligen Feuerwehr Leipzig-Nordost auf. Quelle: Pro Leipzig e.V

Hier ein Foto, dessen Aufnahmejahr nicht bekannt ist, mit den Namen der abgebildeten Kameraden:

 

Kameraden der ehemaligen FFw Göbschelwitz

Obere Reihe, v.l.n.r.:
Klaus Quasdorf, Burtslaff Rainer, Fritz Kolbig, Kurt Quasdorf, Walter Rehmann, Horst Kolbig, Harry Bahr
Untere Reihe v.l.n.r.:
Karl Ebhardt, Eduard Beil, Helmut Beil, Kurt Mönche, Werner Henze, Erich Hamann, Kurt Kolbig,
Siegfried Krüger, Gerhard Riediger, Fritz Ruhmer, Herbert Kolbig, Helmut Küster 

 

Ehemalige Freiwillige Feuerwehr Hohenheida

In Hohenheida wird die Feuerwehr in der Chronik erstmals im Jahre 1776 erwähnt, als eine neue Feuerspritze angeschafft wurde. 1794 wurde von der gemeinde beschlossen, ein Spritzenhaus zu bauen und es zur Minderung der Brandgefahr mit Ziegeln zu decken.

Dorfkirche und Dorfanger Hohenheida

(c) notruf-feuerwehr.de

Hinweise zur Feuerwehr in Hohenheida finden sich un der Chronik leider nicht. 1992 wird Hohenheida ebeso wie Gottscheina und Göbschelwitz nach Seehausen eingemeindet, die Selbständigkeit der Freiwilligen Feuerwehr bleibt wie in den beiden anderen genannten Orten bestehen. Im Jahr 1997 wird die Gesamtgemeinde Seehausen nebst Ortsteilen zur Stadt Leipzig eingemeindet, und auch hier bleibt die Selbständigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Hohenheida erhalten. Durch freiwilligen Zusammenschluss geht die Freiwillige Feuerwehr Hohenheida ab 01.01.2007 in der Freiwilligen Feuerwehr Leipzig-Nordost auf. Ein Foto, dessen genaues Aufnahmedatum (um 1960) jedoch nicht bekannt ist, existiert jedoch:
 

ehemalige FF Hohenheida, um 1950

Obere Reihe, v.l.n.r.: 
Fritz Schwarze, Werner Schladitz, Karl Linke, Alfons Kuhnert, Christian Mövert, Werner Schumann, Rolf Hennig
Mittlere Reihe v.l.n.r.:
Horst Lindner, Werner Scharf, Heinz Peissker, Kurt Meissner, Klaus Morche, Reinhard Graul, Rudi Rickelt 
Untere Reihe v.l.n.r.: 
Wolfgang Schumann, Günter Malter, Gottfried Göttsching, Erhart Törl, Herbert Kaiser, Alfred Troschütz, Helmut Klingel

 

Hier eine Zusammenstellung aller Angehörigen:

Angehörige der ehemaligen Feuerwehren (ab 01.01.2007 Feuerwehr Leipzig-Nordost)
Stand: 01.12.2009

FF Gottscheina FF Göbschelwitz FF Hohenheida
Bauer, Heiko
Bauer, Heinz
Beyer, Artur
Beyer, Gerhart (ehm. WL)
Gammon, Lothar
Graul, Herbert
Hermann, Lisbeth
Hesse, Werner
Kabitzsch, Gotthold (ehm. WL)
Kabitzsch, Johannes
Kabitzsch, Manfred
Kabitzsch, Reinhard
Kandler, Chris
Kissauer, Rudi
Kissauer, Wolfgang
Kummer, Frieda
Kummer, Wolfgang
Machate, Mario (ehm. WL)
Mauke, Dieter
Morche, Heiko
Morche, Lutz
Rätzsch, Arno
Rohr, Erhard
Rohr, Sigfried (ehm. WL)
Rohr, Torsten
Röhrborn, Gerald
Röhrborn, Hartwig
Röhrborn, Siegfried
Sachse, Stefan
Schmidt, Lisa
Schmidt, Werner
Schwarz, Jürgen
Schwarze, Paul
Schwarzwälder (?)
Tonn, Arndt
Tonn, Henry
Tonn, Margarete
Tonn, Werner
Weimann Richard (ehm. WL)
Weimann, Edda
Weimann, Herbert
Weimann, Uwe
Wilhelm, Paul
Zeidler, Paul
Bahr, Harald
Bahr, Harry
Bause, André
Bause, Josef
Beil, Eduard
Beil, Helmut
Beil, Tobias
Brachmann, Franziska
Brachmann, Mandy
Brauer, Hartmut
Brauer, Thomas
Burtslaff, Rainer
Ebhardt, Karl
England, Veronika
Frank, Alexander
Friedemann, Bernd
Hamann, Erich
Hauenstein, Enrico
Hauenstein, Uwe
Hauenstein, Veronika
Henze, Jürgen
Henze, Volker
Henze, Werner
Kabitzsch, Armin
Kolbig, Erhart
Kolbig, Fritz
Kolbig, Giesbert
Kolbig, Herbert
Kolbig, Horst
Kolbig, Kurt

Kolbig, René
Krüger, Siegfried
Küster, Helmut
Küster, Lutz
Lenke, Mike
Lindner, Henrik
Mönche, Kurt
Otto, Michael
Plötzer, Dietmar
Prautzsch, Steffen
Quasdorf, Gerhard
Quasdorf, Klaus
Quasdorf, Kurt
Rehmann, Walter
Riediger, Anna
Riediger, Gerhard
Riediger, Peter
Ruhmer, Conrad
Ruhmer, Fritz
Scholz, Mathias (ehm. WL)
Thieme Oskar (senior)
Thieme, Oskar
Zimmer, Wolfgang
Baum, Rainer
Brachmann, Christian
Burkhardt, Jens
Crell, Richard (ehm. WL)
Enke, Manfred
Fehlau, Hans
Göttsching, Gottfried (ehm. WL)
Göttsching, Karl-Heinz
Graul, Reiner
Greiner, Udo (ehm. WL)
Günther,Detleff
Haufe, Lothar
Hennig, Rolf
Kabitzsch, Armin
Kabitzsch, Arno
Kabitzsch, Manfred
Kabitzsch, Marko (ehm. WL)
Kaiser, Herbert
Kaiser, René
Kante, Andreas
Klingel, Helmut
Köckeritz, Fritz
Köckeritz, Holger
Köhler, Grit
Körner, Phillipp

Kosch, Sandro
Kühn, Alexandra
Kuhnert, Alfons
Kwiatowski, Maik
Lindner, Horst
Linke, Karl
Linke, Ulli
Löhnert, Bernd
Malter, Alexander
Malter, Günter
Malter, Lothar (ehm. WL)
Malter, Susann
Meißner, Kurt
Morche, Klaus
Mövert, Kurt
Mövert, Christian
Noack, Thomas
Peissker, Hartmut
Peissker, Heinz
Peissker, Roland
Pöser, Rudi
Putzke, Hans
Rickelt, Rudi
Röhrborn, Günther
Roßberg, Manuel
Rühl, Helmut (ehm. WL)
Sandring, Rolf
Scharf, Werner
Schladitz, Werner (ehm. WL)
Schmidt, Thomas
Scholz, Bettina
Schubert, Dietmar
Schumann, Werner
Schumann, Wolfgang
Schwarze, Fritz
Seifert, Ronald
Thürnagel, Andreas
Törl, Erhart (ehm. WL)
Trinks, André
Trinks, Gerd
Trinks, Madlen
Trinks, Peter (Wehrleiter)
Trinks, Ralf
Troschütz, Alfred
Voigt, Hans
Voigt, Klaus
Weber, Manfred
Weber, Marco
Zaremba, Jürgen
Zimmermann, Heiko

 

Liste der Angehörigen (noch unvollständig)

 

Im Feuerwehrkalender Sachsen finden sich des Weiteren in den Jahren 1943 und 1944 Hinweise zu den 3 ehemaligen Ortswehren:

 

Auszug aus dem Feuerwehrkalender Sachsen 1943

Abb: Auszug aus dem Feuerwehrkalender Sachsen, Jahr 1943

 

Auszug aus dem Feuerwehrkalender Sachsen 1944

   

 

 
Joomla "wookie mp3 player 1.0 plugin" by Sebastian Unterberg
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. April 2010 um 16:59 Uhr