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| Recht: Brandstifter verurteilt |
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| Geschrieben von: Marko Kabitzsch |
| Freitag, den 24. April 2009 um 12:12 Uhr |
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Brandschützer wird Brandstifter Dass ausgerechnet Brandschützer zum Brandstifter werden, klingt absurd. Im Fall der Freiwilligen Feuerwehr von Seehausen entspricht es jedoch der Wahrheit. Motiv: „Wir hatten ziemlich wenige Einsätze, wollten auch mal was zu tun bekommen“, berichtete Marco W. (21) gestern am Amtsgericht über eine Brandserie Ende 2004/Anfang 2005. Er hatte sich damals selbst bei der Polizei angezeigt – in der bösen Vorahnung, dass sowieso bald alles herauskommt. Den Ermittlungen zufolge ließ Maik K. am 9. November 2004 sein Auto über Regensburger Straße sowie BMW-Allee rollen, während der Mittäter aus einem Kanister Altöl auf die Fahrbahn schüttete. „Sie wollten eine objektive Gefahrenlage verursachen“, sagte Weigel. „Es ist nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass es nicht zu einem Unfall kam.“ Daraufhin folgten Brandlegungen am 28. November in einem nicht genutzten Vierseithof in Hohenheida, am 14. und 27. Januar 2005 jeweils in der Seehausener Allee; dort war erst das Dach eines Abrisshauses betroffen, dann ein Strohsilo. Nachdem gestern mehrere Zeugen – darunter der bereits verurteilte Marco W. – den Angeklagten schwer belastet hatten, legte dieser am Nachmittag doch noch ein Geständnis ab. Das Gericht verhängte schließlich anderthalb Jahre Haft auf Bewährung. Als Buße müsse er 1000 Euro an die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft zahlen, so Richterin Ute Pisecky. Zum Motiv wollte sich Maik K. aber partout nicht äußern. Seine Ex-Freundin Ulrike S. (32) hatte zuvor gemeint: „Er hat ein fast krankhaftes Geltungsbedürfnis.“
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