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FIT FOR FIRE ?
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Schon mal darüber nachgedacht, wie Dein Körper beim Einsatz beansprucht wird ? Zu diesem Thema habe ich (admin) einen langjährigen guten Freund gebeten, mal einen kleinen Beitrag zu verfassen, da er sich mit dem Thema "Feuerwehr und Fitness" schon längere Zeit sehr intensiv auseinandersetzt. Hier also ein paar Gedanken von BM Stefan Jenke, Feuerwehr Mölln:
Dein Körper muss während eines Einsatzes körperliche und geistige Schwerstarbeit verrichten. Die körperliche Belastung ist vergleichbar mit der eines Hochleistungssportlers, doch dieser bereitet sich wochenlang auf einen Wettkampf vor. Du musst nachts raus und Dein Körper ist eigentlich nicht in der Verfassung, Höchstleistung zu erbringen. Du schleppst ca. 30 kg zusätzliches Gewicht mit Dir rum, Dein Körper bekommt einen Wärmestau (Mikroklima in der Einsatzkleidung), Du musst in ergonomisch ungünstigen Körperhaltungen arbeiten und es kommen enorme psychische Belastungen auf Dich zu.
Durch den Wärmestau verliert Dein Körper enorm viel Körperflüssigkeit. Dieses alles wirkt sich negativ auf Deine Beweglichkeit und Dein Denkvermögen aus. Dein Körper überschreitet die medizinisch tolerierbaren Grenzwerte !
Abgesehen davon hat eine Studie der Harvard University festgestellt, dass das Herzinfarktrisiko eines Feuerwehrmannes 100mal größer ist als normal. Die Forscher glauben, dass mentaler Stress und Überanstrengung in Kombination mit Faktoren wie Übergewicht und schlechter körperlicher Verfassung das Risiko, aufgrund einer Herzkrankheit zu sterben, erhöhen können.
„Es gibt direkte Beweise dafür, dass gewisse spezifische Aktivitäten, die Feuerwehrleute betreiben, koronare Herzerkrankungen auslösen können“.
Was soll diese Panikmache, ich habe doch meine G26-III Untersuchung ?
OK, Du bist Atemschutzträger und hast gerade Deine G26-III Untersuchung erfolgreich bestanden. Die G26 III Untersuchung ist eine Gesundheitsuntersuchung. Hier wird festgestellt, dass Du gesundheitlich gut drauf bist. Aber wie sieht es mit Deinem Fitness-Zustand aus ? Die STATT-Studie des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg hat schon vor Langem gezeigt, das Feuerwehrleute unbedingt fit sein sollten. Die Studie beweist, dass ein fitter Feuerwehrmann erheblich besser mit den körperlichen und psychischen Belastungen umgehen kann. Auch das Erholungsverhalten eines trainierten Feuerwehrmanes ist wesentlich besser als bei einem Untrainierten. Übrigens, es ist geplant, bei Feuerwehrleuten nicht nur die G26-III Untersuchung zu machen, sondern auch den Fitnesszustand zu testen. Es sind Überlegungen im Gange, das ein Atemschutzträger das Deutsche Sportabzeichen machen sollte.....
Und nun ? ….
DU kannst DICH darauf vorbereiten. Sprich mit Deinem Wehrleiter und versuche den Sport in die Feuerwehr zu bekommen. Achte auf DEIN Gewicht. Wir sind zwar kein Sportverein, doch liegen die Wurzeln von „alten“ Feuerwehren meist in den Turnvereinen der Gemeinden. Also, warum sollten wir nicht - so wie die Gründungsväter unserer Feuerwehren - fit sein? Sport ist KEINE Quälerei, sondern kann auch die Kameradschaft innerhalb der Wehr fördern. Denk mal drüber nach …...
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Stefan Jenke Brandmeister

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